Erste Schritte mit dem eigenen Pferd

Nach einigen Tagen im neuen Stall ist es Zeit, einen weiteren Schritt zu wagen und sich mehr und mehr mit seinem Pferd vertraut zu machen. Ich bin kein Freund davon, sofort damit anzufangen das Pferd zu arbeiten. Wie ich beim Thema Stallsuche bereits beschrieben habe, ist ein Umzug für ein Pferd ein immenser Stress. Daher will ich es so entspannt wie möglich haben, gerade in den ersten Tagen und Wochen. Was du beachten solltest wenn du die Erste Schritte mit dem eigenen Pferd gehst ist gar nicht so schwer aber trotzdem wirlich wichtig.

Nachdem unser Ibusz aus Ungarn bei uns angekommen war, haben wir ihm mehrere Tage Zeit gegeben, ehe wir ihn erstmals tatsächlich vom Stall weg geführt haben. Für mich ist es sehr wichtig, gerade in dieser sensiblen Phase lieber zu langsam als zu schnell zu agieren. Pferde brauchen viel Zeit und die Besitzer viel Geduld, um diese Phase der Neueingewöhnung.

In den ersten Tagen sind wir mehrmals pro Tag bei Ibusz gewesen. Für uns natürlich leicht, weil wir die Pferde vor der Haustüre haben. Aber selbst wenn das Pferd an einem Stall steht. Nehmt euch die Zeit und fahrt mehrmals täglich hin. So könnt ihr euch langsam gegenseitig miteinander vertraut machen. Die reine Beschäftigung mit dem Pferd schafft das erste Vertrauen und das Pferd gewöhnt sich so schnell an seinen neuen Menschen.

Erste Schritte mit dem eigenen Pferd


In der Zeit wird man auch sehr schnell mit dem leidigen aber eigentlich recht einfachen Thema ‘Leckerli’ konfrontiert. Meine Meinung dazu werde ich euch später in einem gesonderten Beitrag sagen – schaut einfach in einigen Tagen wieder vorbei 😉 Aber soviel vorweg – die Pferde mögen Menschen auch dann, wenn sie ihnen nicht ständig ‘Schokolade’ vor die Nase halten. Putzt, schmust oder trinkt in seiner Gegenwart einfach einen Kaffee. Es genügt schon, wenn ihr da seid und euer Pferd euer Anwesenheit registriert. Aber übertreibt es nicht, das Pferd braucht auch Ruhephasen, um sich selbst zu finden und sich mit den anderen Pferden und der Umgebung vertraut zu machen.

Als wir das Gefühl hatten, dass sich die Gemüter etwas beruhigt haben, haben wir uns an die ersten kurzen Spaziergänge gewagt. Dazu haben wir uns Talli geschnappt. Er kennt die Gegend und ist fast immer entspannt. Zumindest solange es nicht um einen rasanten Galopp über eine Wiese geht :). Pferde sind, ich werde nicht müde es zu betonen – Herdentiere . Sie orientieren sich an anderen. Bleibt das Begleitpferd ruhig und entspannt, wird auch der neue Partner dies in der Regel tun. Geht jeden Tag eine Runde. Lasst euch von erfahrenen Reitern und Pferden begleiten.

Gewöhnt euch an euer Pferd und gebt dem Pferd die Zeit sich an euch zu gewöhnen. Dann steht ihr schon bald vor dem nächsten Schritt und könnt beginnen mit dem Pferd zu arbeiten. Ich plädiere dafür einen Schritt nach dem anderen zu machen. Bei manchen Pferden geht das sehr schnell, andere brauchen etwas länger.

Je mehr Zeit ihr euch am Anfang dafür gebt und je entspannter ihr das angeht, desto schneller werdet ihr gemeinsame Erfolge sehen. Also lass dir Zeit die ersten Schritte mit dem eigenen Pferd zu gehen.

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